Die Zakat im Islam ist die Pflicht, Abgaben auf das eigene Vermögen für Bedürftige zu entrichten. Es gibt spezielle Regeln, wann sie gezahlt und wie sie berechnet wird. Die Pflicht zur Zakat leitet sich aus der Höhe des jeweiligen Besitzes ab. Erfahre mehr über die dritte Säule das Islam!

Die dritte Säule des Islam ist die Zakat. Diese jährlich zu zahlende Pflichtabgabe auf den Besitz hat bei Allah einen so hohen Stellenwert, dass Er sie an mehr als 30 Stellen im Qur’an gemeinsam mit dem Gebet nennt. Die Gelehrten leiten daraus ab, dass sie damit auf der gleichen Stufe steht. Sie ist das Scharnier, das die spirituelle Praxis des Einzelnen mit den sozialen Realitäten seiner Umwelt verbindet.

Ihre wörtliche Bedeutung beschreibt Reinheit beziehungsweise Reinigung. Einen entsprechenden, verpflichtenden Anteil an jene zu geben, die von Allah im Qur’an bestimmt wurden. Das reinigt den Menschen im materiellen und im körperlichen Sinne.

Der Mensch hat eine natürliche Nähe zu den materiellen Dingen. Wer vom Materialismus berührt ist, kann nur schwer spirituell sein. Dafür braucht es geistige Gesundheit und innere Reinigung. „Jede Krankheit kann mit etwas gleichartigem geheilt werden. Die Krankheit des Materialismus kann durch die gleiche Sache behandelt werden. Daher ist es vorgeschrieben, einen bestimmten Anteil für jene zu zahlen, die diesen benötigen“, schrieb ein muslimischer Gelehrter.

Zakat entfernt Knauserigkeit aus der menschlichen Seele. Sie ersetzt sie mit Eigenschaften wie Großzügigkeit, Freundlichkeit und Solidarität. Und gewöhnt uns daran, zu geben und freundlich zu sein. Dies sind spirituelle Reichtümer, die den Menschen Glück geben.

Diese Abgabe ist an einige wenige grundlegende Bedingungen gebunden. Sie gilt nur für Muslime. Das entsprechende Eigentum muss sich vollständig im Besitz des Zahlungspflichtigen befinden. Der Ablauf einer gewissen Frist. Im Falle von Kapital, Vermögen und materiellem Besitz, auf die Zakat erhoben wird, handelt es sich dabei um ein Jahr.

Zakat zu entrichten, ist eine Verpflichtung für jeden Muslim (Fard ’ain), sofern man über eine bestimmte Menge an Besitz verfügt, die eine bestimmte Grenze (Nisab) überschreitet und eine festgelegte Zeit (diese variiert je nach Ware, beträgt aber in der Regel ein volles Mondjahr) abgelaufen ist.

Ihre Empfänger sind acht Kategorien, die von Allah im Qur’an festgelegt wurden. „Die gesammelte Zakat ist für die Armen; die Mittellosen; diejenigen, die sie einsammeln; um die Herzen der Leute nahe zu bringen; für die Befreiung von Sklaven; die Verschuldeten; die Ausgabe auf dem Wege Allahs und die Reisenden. Dies ist eine Vorschrift von Allah. Allah ist Allwissend, Allweise“, heißt es in Sura At-Tauba, Vers 60.

Damit ihre Bezahlung korrekt abläuft und – wie eine erfolgreiche Hadsch mit der ALMADINA – von Allah angenommen wird, müssen diese Bedingungen erfüllt sein. Die Mehrheitsmeinung unter den Gelehrten ist, dass sie zudem binnen eines Tages verteilt werden muss. Und zwar im direkten oder weiteren Umfeld der Gemeinschaften, in denen sie eingesammelt wird.

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